Wer sich schon immer eine frische Wand für seine Graffitis gewünscht hat und eine Wii sein eigen nennt, kann nun ohne Gafahr der Atemwegsbelastung durch Sprühnebel, drauf lossprühen was das Zeug hält.
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Weil ich ein echter Fan von Reverse Graffiti bin und weil dieses Bild aus meinem Geburtsort Wuppertal stammt, muss es einfach hier rein. Von ZEVS erstellt während der Street-Art Aktion “Still on, and non the wiser.” 2006. Mit einem Hochdruckreiniger wurde an vielen öffentlichen Plätzen, in die stark verschmutzten Mauern der Spruch “Ich darf die Mauern meiner Stadt nicht beschmutzen” gesäubert.
Der Graffiti Creator hilft denen die es nicht von Hand können. Aber auch um mal eben ein paar Farben im Verhältnis zueinander abzuchecken ist das Ding nicht übel.
Ist es eigentlich ein Verbrechen, wenn man den Dreck von den öffentlichen Wänden putzt???
Wenn man ein Kunstwerk schaffen will möglicherweise schon.
Auf der Welt gibt es mittlerweile eine handvoll Strassenkünstler, die sich diese innovative Technik namens “Reverse Graffiti” angeeignet haben.
Der Brasilianer Alexandre Orion putzt in einem Autotunnel eine Serie Totenköpfe in den Schmutz, als Erinnerung an die Autofahrer, die mit ihren Emissionen den Planeten belasten. Die Exekutive wusste jedenfalls nicht damit umzugehen und musste den Kunstler ziehen lassen.
Der Vorreiter dieser Technik, Paul Curtis hat schon schlimmere Erfahrungen gemacht. Er wurde von den Richtern dazu verurteilt die “gesäuberten” Wände zu säubern. Wie er das angestellt hat weiss ich allerdings nicht. Vielleicht hat er die Wände wieder schmutzig gemacht?!
Mit Graffiti bedeckte Wände oder “Hall of Fames” ändern sich fast täglich. Bei den zentimeterdicken Lackschichten, fragt man sich was da alles schon gewesen ist. Wäre es da nicht schön man könnte ein bisschen Archäologie betreiben und Schritt für Schritt, Lackschicht für Lackschicht die alten Bilder freilegen?
Auf der Website “Graffiti Archaeology” ist genau das möglich. Dort kann man sich in einer zeitlichen Collage Fotos von unterschiedlichen Graffitiwänden aus San Francisco, New York, Los Angeles und weiteren Städten ansehen. Die Fotos wurden über eine Zeitspanne von den späten 90ern bis heute von unterschiedlichen Leuten am gleichen Ort aufgenommen.
Für jeden, der sich für Graffiti interessiert lohnt sich der Besuch auf jeden Fall.
Ein paar Typen vom Graffiti Research Lab bauen aus einem Projektor, einem Laptop, einer Kamera und einem Laserpointer ein Graffiti-Tag-Projektor und bestrahlen ein Hochhaus in Rotterdam. Clevere und Beeindruckende Spielerei.